Mittwoch, 28. März 2018

Die Idee kommt auf - Jobs testen als Abgeordnete

2017 im Vorfeld der Bundestagswahl hatte ich die Idee...

eine Woche "Sitzungswoche" im BT - die andere Woche "frei" bzw. Vorbereitungen...
natürlich könnte ich da kluge Reden vorbereiten (oder provokante) oder auch meine gewohnten ehrenamtlichen Tätigkeiten ausführen... oder meine derzeit noch bezahlten Tätigkeiten unbezahlt weiterführen...

doch bietet sich eine exzellente Chance!
Schon immer wollte ich "Leuten die Arbeit kurzzeitig abnehmen", damit die Arbeit nicht ruht und sie derweil aber etwas zum BGE oder anderen Themen lesen können!
ich wollte Straßenkehrer, Discountermitarbeiter und viele andere, die mir nur kurz eine Einweisung geben müssten, entlasten von ihrem (monotonen und ggf. auch meditativen) Tun - sie chillen und lesen meine Flyer/hören mir zu, während ich für sie mit Händen und konzentration weitermache.



Natürlich wäre das super, um die realen Bedürfnisse dieser Menschen aufzugreifen, selber dafür sensibel zu werden und das in die Abstimmungs- und Forderungsarbeit als Abgeordnete aufzunehmen! Keiner ist besserer Experte als der selber Betroffene! Besucht man viele Betroffene (des eigenen Wahlkreises) kann man viele Menschen erreichen - selber demonstrieren nicht "faul" zu sein wie ggf. das Image einer Politikerin und einer Hartz IV Betroffenen sein kann - und in den Dialog zu kommen.

Das alles wurde natürlich erstmal NICHTS - da ich nicht die Wahl gewonnen habe ;-)

Doch auch ohne im BT einen stressigen Abgeordnetenjob zu machen und als Randfigur ggf. kaum jemals etwas durchzubringen, kann ich doch "Jobtesterin" sein! So war die Idee geboren und ich arbeitete ganz viele Bewerbungen aus...
Ich machte diverse Bewerbungsoffensiven, wie sie mir kein einziger Arbeitsvermittler mehr vorschrieb... ich ging gezielt auf Fachkräftesuchende als Naturwissenschaftlerin zu und auf viele andere Firmen in unterschiedlichem Tonfall, ich schrieb diverse Bewerbungs- und Karriereberatungsstellen an, erkundigte mich auch marktforscherisch ob man mich dem Profil nach beschäftigen könnte (wenn ich denn bereit wäre und nicht so viel anderes machen würde) - bekam allerdings insgesamt wenig Antworten.

Eine Absage war so derbe lustig, doch leider war sie hoch vertraulich verschickt worden.

 Nach und nach kann hier mehr - auch rückwirkendes - erscheinen!

Als Abgeordnete ohne die Verpflichtung, mit solchen "Nebentätigkeiten" Geld verdienen zu müssen, hätte mir das wohl mehr Türen geöffnet (ich hätte die Jobs von meinen Diäten selber noch bezahlen können *lach*) - doch versuchen werde ich es weiter... weil das einer der wenigen Kompromisse ist, wie man mich derzeit noch oder wieder auf den Arbeitsmarkt und raus aus Hartz IV (Aufstockung) bekommt ;-)

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